Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren zu einem Schlagwort avanciert, das uns überall begegnet. Viele von uns wissen auch, dass Nachhaltigkeit »irgendwie gut« ist, aber was bedeutet das wirklich? Gibt es eine allgemeingültige Definition und wie erkennen wir als Verbraucher, wann der Begriff verantwortungsbewusst verwendet wird und wann er nur aus marketingtechnischen Gründen zum Einsatz kommt? Wie können wir als Unternehmer nachhaltig und verantwortungsbewusst handeln, auf welche Aspekte müssen wir besonders achten? Und wie können wir nach außen transportieren, dass nachhaltiges Handeln für uns nicht nur ein Wort ist?

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Detail?

Die Verwendung »neuer« Begriffe in den Medien und im alltäglichen Sprachgebrauch sorgt oft für Verwirrung. Kaum ein Begriff ist aber so allgegenwärtig und dabei gleichzeitig so schwammig wie das Wort »Nachhaltigkeit«. Nachhaltiges Handeln, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Unternehmen – was wollen all diese Schlagworte eigentlich sagen? Wie lässt nachhaltiges Handeln sich definieren?

Grundsätzlich gilt: Ziel des nachhaltigen Handelns liegt darin, heutige Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die Zustände kommender Generationen negativ zu beeinflussen. Nachhaltiges Handeln erfordert also auch langfristiges Denken, denn es geht darum, im Heute verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen, ohne Raubbau zu betreiben und nachfolgenden Generationen die Lebensgrundlage zu entziehen – oder auch nur ihre Lebensumstände zu beeinträchtigen.

»Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.«

Diese Weisheit der amerikanischen Ureinwohner ist sehr alt, aber auch sehr zeitlos. Vor allem ist sie schon lange auch in vielen verschiedenen Kulturkreisen bekannt. Die Partei »Die Grünen« wandelte das Zitat sogar ab und verwendete es schon 1983 für ein Wahlplakat zur Bundestagswahl. Der Grundgedanke des nachhaltigen Handelns ist also wahrlich nicht neu, nicht örtlich begrenzt und keine »Erfindung der EU« oder einer cleveren Werbeagentur. Nachhaltigkeit hat die Menschen schon immer beschäftigt und findet auch in unseren Volksweisheiten immer wieder Niederschlag, etwa in Redewendungen wie »Man erntet, was man sät« oder »Spare in der Zeit, dann hast du in der Not«.

Solche alten Sprichwörter zeigen uns, dass auch unsere Vorfahren schon versucht haben, so verantwortungsvoll zu handeln, dass auch für die Zukunft gesorgt ist. Jeder Landwirt im Mittelalter wusste schon, dass er mit der Natur arbeiten musste, nicht gegen sie. Natürliche Ressourcen sinnvoll zu nutzen, ist ein sehr nachhaltiger Gedanke. Wer sein gesamtes Getreide im Winter verzehrt, hat im Frühjahr kein Saatgut, wer sein Schaf schlachtet, hat im nächsten Jahr keine Wolle. Nachhaltigkeit erfordert also langfristiges Denken und einen bewussten Umgang mit Rohstoffen, Energien und Arbeitskraft.

Wieso wurde es notwendig, über den Begriff der Nachhaltigkeit überhaupt zu sprechen?

Mit dem Einsetzen der Industrialisierung erlebte Europa viele Umbrüche, deren Folgen kaum absehbar waren. Großartige Fortschritte wie neu entstandene Arbeitsplätze und erschwinglich gewordene Waren wie Gebrauchsgegenstände und Kleidung machten das Leben für breite Massen komfortabler. Arbeitswelt und Handel erlebten eine komplette Revolution. Die Industrialisierung verwandelte ganze Staaten vom Agrarstaat zur blühenden Industrienation, Produktionsabläufe wurden rationalisiert, Arbeit und Konsum konnten sich endlich unabhängig von witterungsbedingten Schwankungen entwickeln. Wer in der Fabrik arbeiten konnte, hatte auch im Winter sein Auskommen.

Der Fortschritt hatte allerdings auch seinen Preis für die Umwelt, die Ressourcen und auch für die Arbeitskräfte. Während eine vierköpfige Familie um das Jahr 1900 herum durchschnittlich rund 100 Gegenstände besaß, besitzt heute jeder Europäer im Durchschnitt 10.000 Dinge. Die wenigsten dieser Dinge tragen wirklich zur Lebensqualität bei. Dieses Konsumverhalten macht uns alle vollkommen zu Recht nachdenklich, denn uns wird als Weltgemeinschaft immer bewusster, dass die Produktion all dieser Dinge auf Kosten einer gesunden Umwelt geht. Der sogenannte »ökologische Fußabdruck« wird also immer wichtiger, für jeden einzelnen von uns, aber auch für Unternehmen, die nachhaltigen Konsum und eine sozial verträgliche Firmenphilosophie installieren wollen.

Wo liegt der Ursprung des Begriffs »Nachhaltigkeit«?

Das Wort klingt ein wenig, als hätten Journalisten oder Politiker des 21. Jahrhunderts versucht, mit einem allgemein verständlichen Ausdruck den komplexen Gedanken der Nachhaltigkeit zu beschreiben. Tatsächlich ist aber ein sächsischer Oberberghauptmann der Vater des Begriffs. Hans Carl von Carlowitz forderte in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ schon im Jahre 1713 ein Vorgehen, das wir heute als nachhaltige Forstwirtschaft bezeichnen.

Herr von Carlowitz entwickelte den Gedanken, den Wäldern nicht mehr Holz zu entnehmen, als durch geplante Wiederaufforstung ersetzt werden kann. Somit ist er einer der europäischen Pioniere, der sich literarisch und wissenschaftlich mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit beschäftigt haben. Die Forderung, nicht mehr Rohstoffe zu entnehmen, als wir auf natürlichem Wege ersetzen können, ist also bereits vor dreihundert Jahren formuliert worden. Herr von Carlowitz wäre vielleicht selbst überrascht, wie nachhaltig sein Gedanke unseren Sprachgebrauch geprägt hat.

Das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft ist ein wunderbar anschauliches Beispiel für nachhaltiges Handeln und lässt sich auch ohne weiteres aus komplexere Produktionstechniken und soziale Strukturen übertragen. Das Beispiel glänzt durch seine zeitlose Logik, die sich jedem Verbraucher sofort erschließt: Nachhaltigkeit bedeutet, so zu handeln, dass wir nicht ins Minus rutschen, weil wir vergessen, dass morgen auch noch ein Tag ist.

Die Säulen der Nachhaltigkeit: ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit

Das Prinzip des nachhaltigen Handelns lässt sich auf viele Lebensbereiche anwenden und durchzieht das gesamte alltägliche Leben. Wir begegnen den Fragen des nachhaltigen Handelns im Arbeitsleben, bei der Gestaltung unseres Konsums und unserer Freizeit. Aber als maßgebliche Aspekte der Nachhaltigkeit haben sich drei Bereiche herausgebildet, die im Fokus des nachhaltigen Denkens und Handelns stehen.

Nachhaltige Unternehmen können klimaneutral sein
Nachhaltige Unternehmen können auch klimaneutrale Unternehmen sein

Ökologische Nachhaltigkeit

Der ökologische Nachhaltigkeitsgedanke ist der Aspekt, den die meisten Konsumenten generell mit dem Oberbegriff verbinden. Dieser Aspekt des nachhaltigen Handelns bezog sich ursprünglich nur darauf, nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen, als wir im gleichen Zeitraum durch Anbau oder Wiederaufforstung ersetzen können. Bedingt durch die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte steht das nachhaltige Handeln im ökologischen Bereich aber inzwischen vor weiteren Herausforderungen. Ökologische Nachhaltigkeit muss heute nicht nur darauf abzielen, die Umwelt zu schützen und zu erhalten, sondern auch darauf, die Qualität der Umwelt wieder zu verbessern und zum Beispiel Klimaziele zu erreichen.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Was viele Verbraucher kaum wissen: auch die Wirtschaft muss nachhaltig strukturiert werden, um die drei Säulen der Nachhaltigkeit zu bewahren. Nachhaltige Ökonomie setzt voraus, dass Erträge maximiert werden, ohne die benötigten Ressourcen zu entnehmen oder zu verringern. Wirtschaftliches Denken und Handeln scheint auf den ersten Blick zu umweltverträglichem Handeln im Widerspruch zu stehen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Unternehmen müssen jetzt nachhaltige Strukturen installieren, um auch weiterhin Gewinne maximieren und Arbeitsplätze bieten zu können. Durch die Globalisierung ist es für Unternehmen noch wichtiger geworden, bewusst mit Ressourcen umzugehen und konstruktive Kooperationen einzugehen. So ist es zum Beispiel auch für national agierende Unternehmen wichtig geworden, mit internationalen Zulieferern zu arbeiten, die in ihren Ländern sichere Arbeitsplätze vor Ort schaffen und den Verbrauchern faire Produkte garantieren.

Soziale Nachhaltigkeit

Ein weiterer Aspekt der Nachhaltigkeitswissenschaft ist die soziale Nachhaltigkeit. Nachhaltiges Handeln im sozialen Bereich bezieht sich auf Einzelaspekte des sozialen Lebens wie eine gerechte Verteilung der Ressourcen, Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt und Gerechtigkeit unter den Generationen. Auch die Sicherung der Grundbedürfnisse der Menschen und die Bekämpfung der Armut sind dabei ein nationaler Aspekt für jedes einzelne Land, aber auch ein globales Thema. Auch die Geschlechterverhältnisse zu berücksichtigen ist eine Anforderung, der sozial denkende Unternehmen gerecht werden müssen.

Der soziale Bereich des nachhaltigen Handelns ist eng mit dem ökologischen und dem ökonomischen verknüpft. Denn allen drei Bereichen liegt im Prinzip das soziale Denken und Handeln zugrunde. Nur, wenn Konsumenten und Unternehmen sozial denken und das langfristige Wohl des Menschen in einer gesunden Umwelt die Motivation des Handelns ist, kann es gelingen, nachhaltige Ziele zu erreichen und für die Weltgemeinschaft bessere Lebensbedingungen zu schaffen. An diesen besseren Bedingungen müssen auch kommende Generationen noch teilhaben können.

Nachhaltiges Handeln im Alltag

Immer mehr Verbrauchern wird nicht nur bewusst, dass ihr Konsumverhalten Teil der weltweiten Probleme ist, sie möchten auch gern aktiv werden, um nachhaltiges Handeln zu gewährleisten und ihren Konsum bewusster zu gestalten. Da steht natürlich auch immer der Gedanke im Vordergrund, was es denn bringt, Kleinigkeiten im Alltag zu ändern. Es kommt allerdings auf die Masse an!

Jeder einzelne Bürger ändert vielleicht nicht viel an der weltweiten Verschwendung der Ressourcen, alle zusammen können allerdings sehr viel bewirken! Auch die kleinste Bemühung, im Alltag nachhaltig zu handeln, trägt also Früchte – im ökologischen, im ökonomischen und im sozialen Bereich. Denn wie wir leben, einkaufen und Ressourcen verbrauchen, ist Teil des nachhaltigen Kreislaufs. Und diesen können wir hegen und pflegen, wenn möglichst viele Konsumenten ihren Alltag auf nachhaltiges Handeln überprüfen und Gewohnheiten ändern.

Möglichkeiten des nachhaltigen Konsums für Endverbraucher

  • Wegwerfartikel können durch dauerhafte verwendbare Gegenstände ersetzt werden! Butterbrotdosen statt Einwegtüten für den Snack, ein wiederverwendbarer Thermobecher statt »Coffee-to-go« und Einkaufstaschen statt Plastiktüten – auch Papiertüten weisen eine viel schlechtere Ökobilanz auf als Omas Häkelnetz – helfen, Ressourcen zu sparen und das weltweite Müllaufkommen zu verringern!
  • Den häuslichen Energieverbrauch auf erneuerbare Energien umzustellen, bedeutet oft nur ein paar Klicks im Internet, erzielt aber einen großen Effekt. Ökostrom zu beziehen, bedeutet im Alltag und für das Budget keinen Unterschied – er schont aber langfristig die Umwelt und hilft, die Klimaziele zu erreichen!
  • Textilien zu recyceln, löst bei vielen Verbrauchern immer noch das Gefühl aus, die Kleidungsstücke ihrer älteren Geschwister auftragen zu müssen. Den Konsum an »Wegwerftextilien« zu reduzieren, ist aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum nachhaltigen Leben. Die Herstellung einer einzigen Baumwolljeans verbraucht rund 8000 Liter Trinkwasser. Dieses Trinkwasser kann für die Menschen in den Herstellerländern die Lebensgrundlage sein! Eine Jeans aus dem Second-Hand-Laden dagegen verbraucht keine lebenswichtigen Ressourcen und freut sich über ein zweites Leben. Im Internet finden interessierte Konsumenten viele hilfreiche Tipps, um »ausrangierte« Textilien weiterhin zu nutzen, anstatt sie zu entsorgen. So können aus einem alten Bettlaken noch viele Stofftaschentücher werden, die Einwegtaschentücher in einer Plastikverpackung ersetzen!
  • Bewusst einzukaufen ist ebenfalls ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum vertretbaren ökologischen Fußabdruck. Menschen, die auf ihr Haushaltsbudget achten müssen, schrecken oft davor zurück, Bio-Produkte zu kaufen, denn oft sind die Preise deutlich höher als für konventionell hergestellte Lebensmittel. Wer aber gezielt nach Angeboten Ausschau hält, kann sich auch Bio-Nahrungsmittel oder fair gehandelte Produkte leisten, ohne Einbußen beim Haushaltsgeld befürchten zu müssen. Den Fleischkonsum zu reduzieren spart nicht nur Geld, es verbessert auch die Ökobilanz erheblich! Auch viele Discounterketten bieten inzwischen preiswerte, aber ökologisch vertretbare Bio-Produkte oder Waren mit drastisch reduziertem Verpackungsmaterial. Wichtig ist beim bewussten Konsum, dass jedes Bisschen zählt. Nicht alle Verbraucher möchten ihren Lebensstil gleich komplett ändern. Aber je mehr Konsumenten immer öfter auf nachhaltige Einkäufe achten, umso größer wird die Summe im Ganzen. Es kann also jeder mitmachen, der sich dafür engagiert, bewusst zu konsumieren!

Die Verantwortung der Unternehmen

Die Bedürfnisse der Verbraucher ändern sich. Unternehmen stehen daher in der Verantwortung, auf diese Bedürfnisse zu reagieren und Umweltbewusstsein auf die Agenda zu setzen. Jedes Unternehmen, vom regionalen Start-up bis zum Global Player, kann Entscheidungen treffen, die die Ökobilanz und die soziale Verantwortung im Unternehmen verbessern. Oft machen kleine Details, die im Alltag kaum wahrnehmbar sind, einen sehr großen Unterschied!

  • Die Mobilität eines Unternehmens sagt viel über sein Umweltbewusstsein aus! Flugverkehr ist eine große Belastung für die Umwelt. Oft lassen sich Kurzstreckenflüge aber auch in derselben Zeit mit der umweltfreundlicheren Bahn zurücklegen. Wer Zug fährt, kann die Zeit auch sinnvoll am Laptop nutzen oder endlich in Ruhe die Telefonate führen, die erledigt werden müssen! Oft sind die Mitarbeiter auch gerne bereit, vom Dienstwagen auf Dienstfahrräder umzusteigen! So werden sie im Stadtteil auch gleich als sympathische Markenbotschafter mit grünem Image wahrgenommen!
  • Nicht nur bei der Wahl ihrer internationalen Kooperationspartner können Unternehmen auf nachhaltige Beziehungen setzen! Welche Anbieter liefert Mineralwasser für die Mitarbeiter in wiederverwendbaren Glasflaschen? Welcher Catering-Service setzt auf regionale und saisonale Zutaten? Welcher Zulieferer hat bereits auf regenerative Energien umgestellt? Regionales Networking ist Teil der sozialen Verantwortung!
  • Auch Unternehmen sind Konsumenten, oft sogar im großen Stil! Hier lohnt es sich, auf sinnvolle Sparmaßnahmen zu setzen und den eigenen Konsum auf Umweltverträglichkeit zu überprüfen! Recyclingpapier und die Umstellung auf ein digitales Büro, soweit dies möglich ist, spart Ressourcen, Transportwege und Kosten! Auch Details wie die Verwendung von pflanzlichen Reinigungsmitteln mit Öko-Siegeln im Betrieb verringern nicht nur für die Belegschaft die Schadstoffe, sondern auch für die Umwelt!
  • Auch nach außen kann ein Unternehmen kleine Aktivitäten mit großer Wirkung zeigen! Oft ist ein Firmengelände »sauber und praktisch«. Gemähte Rasenflächen haben aber keinen grünen Effekt für die Umwelt! Gerade im städtischen Bereich können Unternehmen ihr Außengelände aufwerten, indem sie statt Rasenflächen heimische Wildblumen säen. Mit einem Hinweisschild, dass diese Bienenweide vom Unternehmen XY gepflegt wird, wird der aktive Umweltschutz zur grünen Imagepflege.
  • Müllsammelaktionen mit dem Team im Stadtteil sind ein sympathisches Statement. Die umweltbewussten Schweden haben inzwischen das Wort »Plogging« erfunden und bezeichnen damit das Aufsammeln von Müll beim Joggen. So tun sie etwas für ihre Fitness und die Umwelt gleichzeitig! Solche Ideen kann sich jedes Unternehmen zunutze machen, um sein nachhaltiges Denken nach außen zu tragen.

Vorteile für nachhaltig handelnde Unternehmen 

Bewusste Verbraucher achten immer mehr darauf, welche Unternehmen sie mit Einkäufen oder Aufträgen unterstützen. Nachhaltiges Handeln wird durch diesen so notwendigen Trend für Firmen immer mehr zum Kapital. Nur, wer an seine Kunden das gute Gefühl weitergeben kann, umweltbewusst und sozialverträglich zu handeln, wird sich langfristig auf dem Markt durchsetzen können.

Eine Umstrukturierung hin zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den drei Säulen des nachhaltigen Handelns lohnt sich also für Unternehmen nicht nur in Bezug auf das eigene Gewissen, sondern auch aus marketingtechnischer Hinsicht. Konkret gesagt bedeutet das: Wer der Umwelt schadet, schadet auch den eigenen Umsätzen. Und langfristig nachhaltig zu handeln ist ein zukunftsweisender Weg zum Erfolg.

Siegel für mehr Orientierung: das Nachhaltigkeitssiegel »Nachhaltiges Unternehmen (DIQP)«

Auch, den Verbrauchern Orientierung und Sicherheit zu bieten, ist Teil des sozial nachhaltigen Handelns. Konsumenten sind oft zu Recht vollkommen verunsichert, wenn sie sich für nachhaltige Unternehmen entscheiden wollen, denn viele schreiben sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen. Ob es sich dabei aber um ein Lippenbekenntnis handelt oder um echtes Engagement, ist ohne eine seriöse Zertifizierung für Verbraucher kaum zu unterscheiden.

Das Nachhaltigkeitssiegel »Nachhaltiges Unternehmen (DIQP)« fördert das Vertrauen der Kunden, denn es belegt, welche Unternehmen nachweislich im Sinne der Nachhaltigkeitswissenschaft handeln. Dazu werden zur Zertifizierung Unternehmen, analog zu den drei Bereichen der Nachhaltigkeit, in drei Bereichen bewertet, bevor ihnen das Siegel zuerkannt wird. Eine ausführliche Kundenbefragung, eine Mitarbeiterbefragung und eine Nachhaltigkeitsbefragung sind die Bausteine der Bewertung eines Unternehmens auf nachhaltiges Denken und Handeln. So gewinnen Kunden die Sicherheit, dass sie ein für seine Nachhaltigkeit zertifiziertes Unternehmen guten Gewissens unterstützen können!

Zusätzlich zu dem Siegel erhalten geprüfte Unternehmen nicht nur eine Urkunde und einen Acrylaufsteller, sondern auch die Ergebnisse der anonymen Kundenbefragung und der Mitarbeiterbefragung. So können sie mit den daraus gewonnen Erkenntnissen die Kundenzufriedenheit und die Mitarbeiterzufriedenheit noch weiter verbessern und kommen damit ihrem Ziel, nachhaltig zu handeln, wieder einen großen Schritt näher. Die Verleihung eines Siegels ist also ein wichtiges Hilfsmittel, um Transparenz zu schaffen und Verbrauchern die Sicherheit zu geben, dass sie auf der Suche nach nachhaltig handelnden Unternehmen auf dem richtigen Weg sind. So können Konsumenten und Unternehmen gemeinsam an den Zielen der Nachhaltigkeitwissenschaft arbeiten. Mehr Informationen zum Siegel „Nachhaltiges Unternehmen (DIQP) vom DIQP Deutsches Institut für Qualitätsstandards und -prüfung e.V. finden Sie auch unter https://www.diqp.eu/nachhaltigkeitssiegel/.